Episode 35 mit Cyberpunk-Magie, einem Meer aus Erde und unsicheren Aliens

Sowohl was die Temperaturen als auch was die Trockenheit angeht, hatten wir einen Rekord-Sommer. Was liegt da näher, als den Herbst mit ein paar Dystopien (im weiteren Sinne) zu begrüßen?

“Laß ab von Drachen” von Robert N. Charrette


Der Forscher Sam Verner wird nach einer geheimnisvollen Operation von seinem Arbeitgeber aus Tokyo nach Seattle versetzt. Schon auf dem Flug dorthin beginnt eine Geschichte voller Intrigen und Täuschung, die ihn schließlich zu großen Geheimnissen führt.

“Lass ab von Drachen” von Robert N. Charrette ist der erste Teil der “Trilogie der Macht” und tatsächlich der erste Roman aus dem Shadowrun-Universum. Entsprechend bietet er einen guten Einstieg in die sehr komplexe Welt. Allerdings wird auch hier nicht alles klar und so bleibt der Roman gerade in den Actionszenen und den übergreifenden Intrigen für Einsteiger recht unübersichtlich, obwohl er sehr schematisch erzählt ist. Von den Figuren, der Handlung und dem Schreibstil war ich allerdings angenehm überrascht.

“Gleismeer” von China Miéville

Irgendwann, irgendwo leben Menschen in Zügen auf einem Meer aus Gleisen, unter denen riesige Maulwürfe nur darauf warten, Unvorsichtige zu verspeisen. Kein gewöhnliches Setting hat sich der britische Autor und Aktivist China Miéville da für seinen Roman “Gleismeer” ausgesucht.

Wie in anderen Miéville Romanen auch fällt dabei in erster Linie die eigenwillige und schwer zu durchdringende Sprache ins Auge. Darunter verbergen sich wilde Ideen und spannende Gedankenanstöße zur Suche nach dem richtigen Leben. Doch leider ist die Suche danach ziemlich anstrengend.

“Giants – Die letzte Schlacht” von Sylvain Neuvel

Eine kleine Gruppe Menschen landet zufällig auf dem Planeten Esat Ekt. Dessen Einwohner haben noch vor kurzem Millionen von Menschen getötet und versuchen jetzt zu verstehen, wie das passieren konnte. Und auch auf der Erde ändern sich die Dinge schneller, als es den Menschen lieb ist.

Mit “Giants – Die letzte Schlacht” schließt Sylvain Neuvel seine Giants-Reihe ab. Allerdings will er in diesem dritten Band zu viel auf zu engem Raum und stößt damit an die Grenzen seiner innovativen Erzählweise. Daher leider nur ein mittelmäßiger Abschluss einer ansonsten sehr lesenswerten Reihe.

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