Episode 36 mit technikfeindlicher Sekte, Programmstrickerinnen und kreativer Freiheit

Weihnachten naht und mit ihm Buchgeschenke und für viele hoffentlich mehr Zeit zum Lesen. Daher gibt es heute auch gleich drei Tipps für Buchgeschenke. Egal, ob ihr gebt oder empfangt. Ich wünsche euch ein möglilchst entspanntes Weihnachten und einen guten Rutsch nach 2019.

“After Atlas” von Emma Newman

“After Atlas” von Emma Newman

Carlos Moreno ist der beste Ermittler des Ministery of Justice und sogar dessen Eigentum. Er wird geschickt, um den Selbstmord eines Sektenführers aufzuklären und macht sich dafür auf den Weg in seine eigene Vergangenheit. Doch seine Besitzer wollen nicht die Wahrheit, sondern eine bequeme Lösung.

“After Atlas” von Emma Newman ist ein hervorragender Science-Fiction-Krimi mit psychologischem Tiefgang und sehr spannenden Wendungen. Er funktioniert nicht nur als Krimi, sondern – wie in der Science-Fiction so oft – als Kommentar auf gesellschaftliche Entwicklungen.

“NSA” von Andreas Eschbach

“NSA” von Andreas Eschbach

Was wäre, wenn die Nazis im dritten Reich Datensilos gehabt hätten, auf denen sich alle Daten aller Einwohner befinden? Wenn diese Daten mit ein paar Befehlen von einer jungen Programmstrickerin abgerufen und kombiniert werden könnten? Diese Fragen stellt Andreas Eschbach in seinem aktuellen Roman.

“NSA” ist endlich mal wieder ein wirklich großer Roman von Andreas Eschbach in der Tradition seiner beiden Highlights “Eine Billion Dollar” und “Herr aller Dinge”. Er kombiniert eine gesellschaftliche Message mit bedrückender  Atmosphäre, spannender Handlung und einzelnen unterhaltsamen Erklärungen.

“Wandernde Himmel” von Hao Jingfang

“Wandernde Himmel” von Hao Jingfang

“Wandernde Himmel” von Hao JingfangAm Ende des Jahrhunderts ist der Mars besiedelt und die Gesellschaftsform klingt utopisch: Für die Grundbedürfnisse ist gesorgt und jede_r kann seiner Leidenschaft nachgehen und Gelder aus der Gemeinschaft für Projekte beantragen. Doch dann ist da die junge Luoying, die von der Erde auf den Mars zurückkehrt und anfängt, das starre System zu hinterfragen.

“Wandernde Himmel” von Hao Jingfang ist äußerst inspirierende SF aus China. Die Sprache klingt anders, als ich es von deutschen Romanen oder Übersetzungen aus dem Englischen gewohnt bin, und auch der Blick auf die Welt ist angenehm anders. Ruhig, aber äußerst lesenswert.

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