Weltenflüstern

Reiseberichte aus zukünftigen und fremden Welten

Episode 039 mit verräterischem Kolonialismus, Reiten auf einem Wal und intelligenten Krokodilen

Die Rhodan-Aufholjagd ist geschafft und damit bleibt wieder mehr Zeit für klassische Romane. Diesen Monat habe ich gleich mal wieder drei wirklich gute Bücher für euch, die sie alle auf die eine oder andere Weise mit dem Leben in der Unterdrückung beschäftigen.

Für die nächste Episode sind auch immer noch Plätze für Hörer*innen-Rezensionen frei. Wenn Du also mal selbst in ungefähr zehn Minuten ein Buch vorstellen möchtest, gibt mir einfach unter nils@weltenfluestern.de Bescheid. Ich bräuchte die Aufnahme dann bis zum 24. März, um noch Zeit zum Schneiden zu haben.

Eher zufällig bin ich darauf gestoßen, dass mittlerweile auch unabhängige Podcaster*innen ihren Podcast bei Spotify anmelden können. Das wollte ich mir natürlich nicht nehmen lassen und so gibt es Weltenflüstern jetzt auch bei Spotify.

“Die Verräterin – Das Imperium der Masken” von Seth Dickinson

Die junge Baru Cormorant wird in einer Schule des Imperiums der Masken ausgebildet, das kurz zuvor ihre Heimat erobert hat. Ihr Ziel ist es, die Zentralwelt des Imperiums zu erreichen und von dort ihre Heimat zu befreien.

“Die Verräterin” von Seth Dickinson kleidet hochaktuelle Gedanken zu Kolonialismus, Loyalität und Freiheit in ein Fantasy-Gewand. Unterhaltsam erzählt und damit jetzt schon ein Kandidat für mein Buch des Jahres.

“Blackfish City” von Sam J. Miller

Qaanaaq ist eine hochtechnisierte Stadt im Polarmeer einer zerstörten Erde. Es gibt ein strenges Klassensystem und Vermieter, die die Einwohner ausnehmen. Eines Tages landet eine seltsame Frau in der Stadt – reitend auf einem Wal und begleitet von einem Eisbär.

“Blackfish City” von Sam J. Miller wirft einen poetisch angehauchten und leicht stilisierten Blick auf Ungleichheiten und Macht. Mit komplexen Figuren und einer Handlung, die etwas langsam in Gang kommt.

“The City in the Middle of the Night” von Charlie Jane Anders

Der Planet January hat zwei Hälften: ewiges Eis und lebensfeindliche Hitze. Die Menschen dort leben auf einem schmalen Streifen im Zwielicht und suchen ihr Glück in den sehr unterschiedlichen Städten Xiosphant und Argelo. Und zwischen den Städten lauern furchterregende Krokodile…

“The City in the Middle of the Night” von Charlie Jane Anders (@charliejane) verbindet eine relativ stringente Handlung und spannende Figuren mit komplexem Weltenbau und zahlreichen spannenden Denkanstößen zu Identität und dem Umgang mit Fremden.

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