Episode 042 mit menschlichen Monstern, Mensch-Maschinen und manipulierter Moral

Der Sommer naht und während ich dies hier tippe, sind es auf der anderen Seite des Fensters fast 30 Grad. Definitiv zu warm für mich. Also ist wieder ausreichend Zeit, mich in Büchern zu vergraben. In Episode 42 gibt es jetzt aber erstmal meine Frühjahrsausbeute, die ein wenig über dem gemeinsamen Oberbegriff “Einsamkeit”stehen könnte.

Noch eine kurze Werbung in eigener Sache: Seit ein paar Wochen habe ich mit Zwischen zwei Deckeln einen weiteren Podcast. Hier geht es auch um Bücher, aber um nicht-fiktive. Christoph und ich stellen uns hier gegenseitig Sachbücher vor, die wir in der letzten Zeit gelesen haben. Hört doch mal rein!

“One of Us” von Craig DiLouie

In den alternativen USA leben 1984 zahlreiche Kinder, die mit einer seltsamen erblichen Krankheit infiziert sind. Diese sorgt für Mutationen und verleiht den Kindern besondere Kräfte und Fähigkeiten. Kinder, wie der junge Dog, leben in staatlichen Heimen, wo sie segregiert und für Zwangsarbeits eingesetzt werden. Was passiert nun aber, wenn diese Kinder ihr Recht einfordern?

“One of Us” von Craig DiLouie wirkt auf den ersten Blick recht einladend: eine klassische Coming-of-Age-Geschichte über Kinder mit besonderen Fähigkeiten. Doch DiLouie unterläuft diese Erwartungen ständig und liefert eine dunkle und brutale Abrechnung mit Rassismus und Ausgrenzung.

“Ich bin viele” von Dennis E. Taylor

Nicht so praktisch, wenn man nach dem Tod seinen Kopf einfrieren lässt, nur um danach festzustellen, dass besagter Kopf Eigentum einer autokratischen Theokratie geworden ist. Dafür soll Bob Johansson mit seiner Persönlichkeit die von-Neumann-Sonden der FAITH im All kontrollieren. Und so kann er sich sein eigenes Universum schaffen

“Ich bin viele” von Dennis E. Taylor ist unterhaltsame aber auch nachdenkliche Hard-Science-Fiction mit einer ziemlich genialen Prämisse, aus der der Autor auch so einiges rausholt.

“Atlas Alone” von Emma Newman

Ohne Spoiler zu After Atlas kann ich hier wenig über die Handlung von Atlas Alone verraten: Es geht um die Flucht von der Erde, ein Raumschiff und die Suche nach Rache und dem Weg aus der Depression.

Mit “Atlas Alone” setzt Emma Newman ihre herausragende Planetfall-Reihe angemessen fort. Eine eindrucksvolle Geschichte um Traumata, Verlust und Rache als Kampf um Kontrolle über das eigene Leben.

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