Weltenflüstern

Reiseberichte aus zukünftigen und fremden Welten

Episode 047 mit Blutwanderungen, Schiffen aus der Ferne und Fahrrädern

Mit einer Woche Verspätung kommt hier die letzte Folge des Jahres. Der Grund für die Verspätung ist aber sehr schön: Mitte November ist mein kleiner Sohn geboren und der verlangt dann doch so einiges an Aufmerksamkeit, die vom Lesen und Podcasten abgeht. Daher werde ich auch in den nächsten Monaten den Veröffentlichungstermin am ersten Montag im Monat nicht immer halten können. Das Ziel bleibt aber weiterhin eine Folge pro Monat. Nur halt teilweise etwas später…

In der Folge spreche ich auch kurz über die Reihe Das Science Fiction Jahr, dessen Ausgabe für das 2019 nach den finanziellen Schwierigkeiten des Golkonda-Verlags das Aus droht(e). Das Buch ist mittlerweile beim Hirnkost-Verlag untergekommen und dort vorbestellbar; es gibt aber auch eine Startnext-Kampagne, um die Reihe langfristig auf stabilere Füße zu stellen. Wenn ihr Interesse am Genre habt, schaut euch das doch mal an.

“Nevernight – Die Prüfung” von Jay Kristoff:

Die junge Mia will Rache für den Mord an ihrem Vater und will in den Dienst der Kirche der Dunkelheit treten. Eine Assassinin werden. Doch der Weg dorthin steck voller Prüfungen, falscher Freunde und hilfreicher Feinde.

“Nevernight – Die Prüfung” ist brutale und blutige Fantasy, die Themen aus dem Young-Adult-Genre aufgreift, sie aber für Erwachsene erzählt. Die zentralen Figuren sind vielschichtig angelegt und die Handlung extrem wendungsreich – sie bleibt aber immer glaubwürdig und nachvollziehbar.

“The Dragon Republic” von R.F. Kuang

In Episode 43 habe ich euch den ersten Teil der Geschichte um die junge Rin vorgestellt. Im zweiten Teil kämpft sie mit den Traumata des großen Krieges, sucht ihren Platz in der Welt und will Rache für das, was ihr widerfahren ist.

Auch “The Dragon Republic” von R.F. Kuang ist wieder absolut großartige Fantasy, die sich fast wie ein Gegenwartsroman liest. Kuang bearbeitet komplexe Themen wie die Rechtfertigung von Gewalt tiefgründig und zeigt gleichzeitig die Schonungslosigkeit des Kriegs auf.

“Witchmark” von C.L. Polk:

Der Krieg zwischen Aeland und Laneer ist zu Ende und 50.000 Soldaten kommen nach Hause. Doch was ist mit dieser seltsamen Krankheit, die viele bereits heimgekehrte Soldaten befallen hat? Und dann sind da noch die Soldaten, die Familen grausam abschlachten und eine männliche Hexe auf der Spur einer Verschörung.

In “Witchmark” nimmt sich C.L. Polk zu wenig Raum, um ihre guten thematischen Ansätze wirklich zu entwickeln und ihre komplexe Welt vorzustellen. Auch die Handlung leidet an zu großen Sprüngen und kann nur am Ende wirklich Spannung entwickeln.

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